Domain richtig schützen: Ablauf, Transfer und Missbrauch verhindern
Die Domain ist das Fundament Ihres Auftritts im Internet. Website, E-Mail-Adressen, Onlineshop, Login-Seiten und oft auch die Telefonanlage hängen an ihr. Fällt die Domain aus, steht alles still: Kundinnen und Kunden landen auf einer Fehlerseite, E-Mails kommen als unzustellbar zurück, und im schlimmsten Fall sichert sich ein Fremder den Namen, den Sie über Jahre aufgebaut haben. Trotzdem kümmern sich viele Unternehmen, Vereine und Selbstständige erst dann um ihre Domain, wenn bereits etwas schiefgelaufen ist.
Dabei lassen sich die häufigsten Ursachen mit wenigen Handgriffen ausschliessen: eine verpasste Verlängerung, veraltete Kontaktdaten, ein ungeschütztes Kundenkonto oder ein unerwünschter Transfer. Gerade jetzt im Herbst, bevor das Jahresendgeschäft und die Feiertage beginnen, lohnt sich ein kurzer Kontrollgang. In diesem Beitrag zeigen wir Ihnen, worauf Sie achten sollten und welche Schutzfunktionen Ihnen bei FireStorm zur Verfügung stehen.
Mit den richtigen Einstellungen bleibt Ihre Domain dort, wo sie hingehört: bei Ihnen.
1. Das Kundenkonto absichern
Wer Zugriff auf Ihr Kundenkonto hat, kann Nameserver ändern, den Auth-Code für einen Transfer anfordern oder die Domain kündigen. Das Kundenkonto ist deshalb der wichtigste Schlüssel zu Ihrer Domain. Verwenden Sie ein langes, einzigartiges Passwort, das Sie nirgends sonst einsetzen, idealerweise verwaltet in einem Passwort-Manager.
Noch wirksamer ist die Zwei-Faktor-Authentisierung. Dabei braucht es beim Anmelden zusätzlich zum Passwort einen Code aus einer App auf Ihrem Smartphone. Selbst wenn Ihr Passwort einmal bei einem Datenleck auftaucht oder durch eine Phishing-Mail abgegriffen wird, kommt damit niemand in Ihr Konto. Die Einrichtung im Kundenbereich dauert nur wenige Minuten.
2. Kontaktdaten aktuell halten
Als Inhaber einer Domain gilt rechtlich die Person oder Firma, die im Register eingetragen ist. Achten Sie darauf, dass dort tatsächlich Ihr Unternehmen oder Ihr Verein steht und nicht eine Agentur, ein früherer Mitarbeiter oder eine Privatperson. Ein falscher Inhabereintrag führt sonst bei einem Streitfall, einem Firmenverkauf oder einem Personalwechsel schnell zu langwierigen Abklärungen.
Ebenso wichtig ist die hinterlegte E-Mail-Adresse. Bei vielen Endungen wie .com, .net oder .org muss die Adresse des Inhabers nach einer Registrierung oder einem Transfer innert 15 Tagen bestätigt werden. Bleibt die Bestätigung aus, wird die Domain gesperrt, und Website sowie E-Mail sind nicht mehr erreichbar. Zwei Tipps dazu:
- Funktionsadresse verwenden: Eine Adresse wie info@ oder admin@ bleibt auch dann gültig, wenn eine Person das Unternehmen verlässt.
- Zweite Adresse bei einem anderen Anbieter: Liegt die Kontaktadresse ausschliesslich auf der eigenen Domain, erreichen Sie Warnungen genau dann nicht mehr, wenn die Domain ein Problem hat. Eine zusätzliche Adresse ausserhalb der Domain schafft hier Sicherheit.
Eine verpasste Verlängerung ist noch immer der häufigste Grund, warum Domains verloren gehen.
3. Die Verlängerung nicht verpassen
Domains werden jeweils für ein Jahr registriert. Bei FireStorm verlängern sie sich automatisch, solange die Rechnung bezahlt wird. Damit nichts durch die Maschen fällt, empfehlen wir:
- Erinnerungsmail einschalten: Im Kundenkonto können Sie eine Erinnerung vor der Verlängerung aktivieren. So sehen Sie rechtzeitig, welche Domains anstehen, und können nicht mehr benötigte Namen bewusst kündigen.
- Rechnungsadresse prüfen: Kommen Rechnungen an ein Postfach, das niemand mehr liest, bleibt die Zahlung liegen. Hinterlegen Sie eine Adresse, die regelmässig bearbeitet wird.
- Alle Domains im Blick behalten: Neben der Hauptdomain gibt es oft Schreibvarianten, Kampagnen-Domains oder Endungen wie .com und .swiss, die nur weiterleiten. Auch sie sollten Sie nicht aus Versehen auslaufen lassen, sonst kann ein Dritter sie übernehmen und für Phishing missbrauchen.
Als zusätzliches Sicherheitsnetz ist bei FireStorm Domain Protect kostenlos inbegriffen: Bleibt eine Verlängerungsrechnung einmal unbezahlt, bleibt Ihre Domain trotzdem bis zu 90 Tage registriert. Das gibt Ihnen genügend Zeit, die Sache zu bereinigen, ohne dass der Name in fremde Hände gerät.
4. Unerwünschte Transfers verhindern
Für den Wechsel einer Domain zu einem anderen Anbieter braucht es den Auth-Code. Diesen können nur Sie im Kundenbereich anfordern. Behandeln Sie ihn wie ein Passwort: Geben Sie ihn nie am Telefon oder per E-Mail weiter, wenn Sie nicht selbst einen Transfer veranlasst haben. Darüber hinaus bieten wir je nach Endung eine zusätzliche Sperre an, die Sie im Kundenbereich direkt bei der Domain finden:
- Transfersperre (.com, .net, .org, .info, .shop und weitere): kostenlos und standardmässig aktiv. Für einen gewollten Transfer heben Sie die Sperre mit einem Klick auf. Findet innert 30 Tagen kein Transfer statt, wird sie automatisch wieder aktiviert.
- Registry Lock (.ch und .li): Hier sperrt die Registry Switch die Domain direkt. Solange der Registry Lock aktiv ist, kann niemand die Domain übertragen, löschen oder Inhaber und Nameserver ändern, auch nicht mit Ihren Zugangsdaten. Ihre DNS-Einträge bearbeiten Sie weiterhin wie gewohnt. Die Einrichtung kostet CHF 45.00, danach CHF 12.00 pro Jahr.
Der Registry Lock lohnt sich besonders für Domains, an denen viel hängt: die Hauptdomain eines Unternehmens, Domains mit Onlineshop oder solche, die für E-Mail und Kundenkommunikation unverzichtbar sind. Alle Details finden Sie in unserer Anleitung Domain sperren.
5. DNS und Einstellungen kontrollieren
Bei allen Domains, die Sie bei uns registrieren, wird DNSSEC automatisch aktiviert. Die Einträge werden dabei kryptografisch signiert, sodass Angreifer Besucherinnen und Besucher nicht unbemerkt auf gefälschte Server umleiten können. Zusätzlich zeigt Ihnen das Änderungslog im DNS-Manager, wer wann welchen Eintrag angepasst hat. Werfen Sie ab und zu einen Blick darauf, besonders wenn mehrere Personen oder eine Agentur Zugriff haben.
Wer gerne selbst nachprüft, kann den Stand einer Domain mit wenigen Befehlen im Terminal abfragen:
whois musterdomain.ch dig musterdomain.ch NS +short dig musterdomain.ch DS +short
Der erste Befehl zeigt unter anderem den Registrar und den Status der Domain, der zweite die zuständigen Nameserver. Liefert der dritte Befehl einen Eintrag zurück, ist DNSSEC bei der Registry hinterlegt und aktiv.
Die Checkliste für Ihren Kontrollgang
- Zwei-Faktor-Authentisierung im Kundenkonto eingerichtet
- Inhaber und Kontakt-E-Mail korrekt und erreichbar
- Erinnerungsmail vor der Verlängerung aktiviert, Rechnungsadresse geprüft
- Alle Neben- und Weiterleitungsdomains erfasst
- Transfersperre aktiv bzw. Registry Lock für wichtige .ch- und .li-Domains
- DNSSEC aktiv und Änderungslog im DNS-Manager geprüft
Domains bei FireStorm
Bei FireStorm sind DNSSEC, unbegrenzt viele DNS-Einträge, Domain-Weiterleitung, Domain Protect und für viele Endungen auch der WHOIS-Datenschutz bereits im Preis enthalten. Einige Beispiele (Preise pro Jahr):
- .ch und .li: CHF 5.- im ersten Jahr, danach CHF 13.-
- .com: CHF 13.- im ersten Jahr, danach CHF 21.-
- .eu: CHF 8.- im ersten Jahr, danach CHF 12.-
- .de: CHF 8.-
Insgesamt stehen Ihnen über 1500 Endungen zur Verfügung. Bestehende Domains können Sie mit dem Auth-Code jederzeit zu uns übertragen.
Fazit
Eine Domain geht selten durch einen raffinierten Angriff verloren, sondern meist durch eine vergessene Rechnung, eine veraltete E-Mail-Adresse oder ein schwaches Passwort. Mit einem abgesicherten Kundenkonto, aktuellen Kontaktdaten, eingeschalteter Erinnerung und der passenden Sperre schliessen Sie diese Lücken in weniger als einer halben Stunde. Für Ihre wichtigsten .ch- und .li-Domains bietet der Registry Lock zusätzlich den höchsten verfügbaren Schutz.
Sie möchten wissen, welche Sperre für Ihre Domains verfügbar ist, oder brauchen Hilfe beim Einrichten der Zwei-Faktor-Authentisierung? Unser Support hilft Ihnen gerne weiter. Alle Endungen und Preise finden Sie auf unserer Domain-Seite.
Mit den richtigen Einstellungen bleibt Ihre Domain dort, wo sie hingehört: bei Ihnen.
Eine verpasste Verlängerung ist noch immer der häufigste Grund, warum Domains verloren gehen.