WordPress schneller machen: fit fürs Weihnachtsgeschäft
Noch knapp acht Wochen bis zum Black Friday, danach folgt nahtlos das Weihnachtsgeschäft. Für viele Onlineshops, Vereine, Gastrobetriebe und KMU sind das die Wochen mit dem meisten Besuch auf der eigenen Website. Genau dann zeigt sich, ob eine WordPress-Seite schnell lädt oder ob Besucherinnen und Besucher nach drei Sekunden Warten wieder abspringen. Studien zeigen seit Jahren dasselbe Bild: Jede zusätzliche Sekunde Ladezeit kostet spürbar Anfragen und Bestellungen, besonders auf dem Smartphone.
Dazu kommt Google: Die Ladezeit fliesst über die sogenannten Core Web Vitals in die Bewertung einer Seite ein. Eine langsame Website verliert also nicht nur Kundschaft, sondern auch Sichtbarkeit. Die gute Nachricht: Die wirksamsten Massnahmen kosten kaum Zeit und lassen sich mit den Werkzeugen umsetzen, die in Ihrem FireStorm Webhosting bereits enthalten sind. In diesem Beitrag zeigen wir Ihnen sechs Schritte, mit denen Sie Ihre WordPress-Website vor dem Jahresendspurt auf Tempo bringen.
Schnelle Ladezeiten entscheiden mit darüber, ob aus einem Besuch eine Anfrage oder Bestellung wird.
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Schritt 1: Messen statt raten
Bevor Sie etwas ändern, sollten Sie wissen, wo Ihre Website heute steht. Das kostenlose Werkzeug PageSpeed Insights von Google (pagespeed.web.dev) prüft eine Adresse in rund einer Minute und zeigt die drei Kennzahlen der Core Web Vitals:
- LCP (Largest Contentful Paint): Wie lange es dauert, bis das grösste Element, meist ein Titelbild, sichtbar ist. Ziel: unter 2,5 Sekunden.
- INP (Interaction to Next Paint): Wie schnell die Seite auf einen Klick oder eine Eingabe reagiert. Ziel: unter 200 Millisekunden.
- CLS (Cumulative Layout Shift): Wie stark Inhalte beim Laden herumspringen. Ziel: unter 0,1.
Achten Sie vor allem auf das Ergebnis für Mobilgeräte, denn dort ist die Mehrheit Ihrer Besucher unterwegs. Testen Sie neben der Startseite auch eine typische Unterseite, etwa eine Produkt- oder Angebotsseite, und notieren Sie die Werte. So sehen Sie nach jedem der folgenden Schritte, was er gebracht hat.
Schritt 2: Die aktuelle PHP-Version verwenden
WordPress ist in PHP geschrieben, und jede neue PHP-Generation arbeitet schneller als die vorherige. Trotzdem laufen viele Websites noch auf Versionen, die vor Jahren eingestellt wurden. Der Wechsel ist im Plesk-Panel in einer Minute erledigt: Unter Websites & Domains wählen Sie bei Ihrer Domain den Punkt PHP und stellen dort die Version um. Auf unseren Servern stehen PHP-Versionen bis 8.5 zur Verfügung, inklusive OPcache, der den übersetzten Programmcode im Arbeitsspeicher vorhält.
Für die meisten aktuellen WordPress-Installationen empfehlen wir PHP 8.4 oder 8.5. Sehr alte Plugins oder Themes sind damit unter Umständen nicht mehr kompatibel. Wer auf Nummer sicher gehen will, erstellt vorher mit der Funktion Klonen im WordPress Toolkit eine Testkopie auf einer Subdomain, stellt dort die PHP-Version um und prüft die Website in Ruhe. Ein Nebeneffekt, der nicht zu unterschätzen ist: Aktuelle PHP-Versionen erhalten auch Sicherheitsupdates.
Schritt 3: Den Seiten-Cache einschalten
Ohne Cache baut WordPress jede Seite bei jedem Aufruf neu zusammen: PHP startet, die Datenbank wird abgefragt, das Theme rendert den Inhalt. Ein Seiten-Cache speichert das fertige Ergebnis und liefert es beim nächsten Besuch direkt aus. Das senkt die Antwortzeit des Servers oft um ein Vielfaches.
Im WordPress Toolkit finden Sie bei jeder Installation den Schalter für das nginx-Caching. Damit hält der Webserver selbst die fertigen Seiten bereit, ganz ohne zusätzliches Plugin. Alternativ können Sie ein bewährtes Cache-Plugin einsetzen, das zusätzlich Funktionen wie das Zusammenfassen von CSS- und JavaScript-Dateien mitbringt. Wichtig ist nur: Verwenden Sie eine Cache-Lösung, nicht mehrere gleichzeitig, sonst behindern sie sich gegenseitig. Nach grösseren Änderungen an der Website leeren Sie den Cache im Toolkit mit einem Klick.
Schritt 4: Bilder verkleinern
Bilder sind auf den meisten Websites der grösste Datenposten. Ein Titelbild direkt aus der Kamera oder vom Handy hat schnell 5 MB oder mehr, angezeigt wird es aber vielleicht in 1200 Pixeln Breite. Drei Massnahmen bringen hier am meisten:
- Richtige Grösse hochladen: Bilder vor dem Hochladen auf die tatsächlich benötigte Breite verkleinern, für die meisten Websites genügen 1600 bis 2000 Pixel.
- Moderne Formate nutzen: WebP und AVIF sind bei gleicher Qualität deutlich kleiner als JPEG. WordPress unterstützt beide Formate direkt in der Mediathek, ein Bildoptimierungs-Plugin kann bestehende Bilder automatisch umwandeln.
- Lazy Loading: WordPress lädt Bilder weiter unten auf der Seite erst, wenn sie ins Blickfeld scrollen. Achten Sie darauf, dass Ihr Theme oder ein Plugin diese Funktion nicht abschaltet, und dass das Titelbild ganz oben davon ausgenommen ist, damit der LCP-Wert gut bleibt.
Gerade im Bestellprozess zählt jede Sekunde: Ein schneller Shop verliert weniger Kundschaft auf dem Weg zur Kasse.
Schritt 5: Plugins und Datenbank entschlacken
Jedes aktive Plugin lädt bei jedem Seitenaufruf Code, viele zusätzlich eigene Skripte und Schriften. Gehen Sie die Plugin-Liste durch und entfernen Sie alles, was nicht mehr gebraucht wird. Besonders schwer wiegen Slider, Social-Media-Einbindungen, Statistik-Plugins und grosse Page Builder. Externe Schriften, etwa von Google Fonts, sollten Sie lokal einbinden: Das spart Verbindungen zu fremden Servern und ist aus Datenschutzsicht ohnehin empfehlenswert.
Auch die Datenbank wächst über die Jahre: Jede gespeicherte Revision eines Beitrags, abgelaufene temporäre Einträge und Reste gelöschter Plugins bleiben liegen. Wer ein Paket mit SSH-Zugang nutzt, räumt mit WP-CLI in wenigen Sekunden auf:
wp transient delete --expired wp option list --autoload=on --format=total_bytes wp config set WP_POST_REVISIONS 10 --raw wp db optimize
Der zweite Befehl zeigt, wie viele Daten WordPress bei jedem Aufruf automatisch aus der Datenbank lädt. Liegt der Wert deutlich über einem Megabyte, lohnt sich ein genauerer Blick, meist steckt ein Plugin dahinter. Der dritte Befehl begrenzt die gespeicherten Revisionen pro Beitrag auf zehn. Erstellen Sie vor solchen Arbeiten ein Backup, über den Backup Manager im Kundencenter oder direkt im WordPress Toolkit.
Schritt 6: Erneut messen und dranbleiben
Prüfen Sie Ihre Website nach den Änderungen nochmals mit PageSpeed Insights und vergleichen Sie die Werte mit Ihren Notizen. Testen Sie danach die wichtigsten Abläufe von Hand: Kontaktformular, Warenkorb, Bestellung, Anmeldung. Gerade aggressive Cache- oder Optimierungseinstellungen können einzelne Funktionen stören. Planen Sie die Kontrolle am besten fix ein, etwa einmal pro Quartal, denn neue Plugins, Bilder und Inhalte machen eine Website mit der Zeit wieder langsamer.
Das passende Webhosting
Alle genannten Werkzeuge, also WordPress Toolkit mit nginx-Caching und Klon-Funktion, PHP bis Version 8.5, tägliche Backups und kostenlose SSL-Zertifikate, sind in jedem FireStorm Webhosting enthalten. Für eine schnelle WordPress-Website empfehlen wir:
- FireSmall ab CHF 5.90 pro Monat: 100 GB Speicher, 10 Datenbanken, ideal für eine einzelne Firmen- oder Vereinswebsite.
- FireLarge ab CHF 4.95 pro Monat im ersten Jahr (danach CHF 8.90): 200 GB Speicher, unbegrenzt Datenbanken, SSH-Zugang für WP-CLI. Unsere Empfehlung für Onlineshops und mehrere Websites.
- FirePlus ab CHF 10.90 pro Monat: 300 GB Speicher, Prioritäts-Support mit Rückrufservice.
Fazit
Eine schnelle WordPress-Website ist kein Hexenwerk. Eine aktuelle PHP-Version, ein eingeschalteter Seiten-Cache, richtig dimensionierte Bilder und eine schlanke Plugin-Liste bringen in den meisten Fällen den grössten Teil des möglichen Gewinns, und das in einem Nachmittag. Wer diese Schritte jetzt erledigt, geht entspannt in den Black Friday und das Weihnachtsgeschäft und profitiert gleichzeitig von einer besseren Platzierung bei Google.
Sie möchten wissen, welche PHP-Version Ihre Website verwendet, oder sind unsicher, wie Sie das nginx-Caching einschalten? Unser Support hilft Ihnen gerne weiter. Alle Details zu unseren Paketen finden Sie auf unserer Webhosting-Seite.
Schnelle Ladezeiten entscheiden mit darüber, ob aus einem Besuch eine Anfrage oder Bestellung wird.
Gerade im Bestellprozess zählt jede Sekunde: Ein schneller Shop verliert weniger Kundschaft auf dem Weg zur Kasse.